Neuer Dreadhead: Schompi

Schompi Dreaderstellung

Schompi Dreaderstellung

Diese wunderschönen, langen Haare durfte ich zu 77 mitteldicken, richtig tollen Dreads verwandeln. Dadurch dass die Haare zu den Spitzen hin sehr ausgedünnt waren, haben sie beim Dreaden leider etwas mehr als üblich an Länge verloren. Trotzdem haben die entstandenen Dreads schon eine super Länge, mit der man wirklich viel an Frisuren binden kann. Sie stehen Schompi grossartig!

Es  war mir eine ganz besondere Freude. Vielen Dank für Dein Vertrauen!

 

 

 

 

Neuer Dreadhead: Philipp

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Neuer Dreadhead:Philipp

Diesem ganz aussergewöhnlichen Menschen, der schon die ganze Welt bereist hat und mit seinen Erlebnissen sicher Bücher füllen könnte, durfte ich bei der Verwandlung von kurzen Haaren zu langen Dreads helfen. Dazu haben wir Dreadextensions von ca. 40-60 cm verarbeitet, um schön lange Dreads mit geschlossenen Spitzen zu erhalten.

Es ist immer wieder grossartig, was für eine starke Typveränderung Dreads bringen. Vorallem, wenn Dreadverlängerungen verwendet wurden. Uns gefällt es jedenfalls ganz grossartig! Die Dreads stehen Philipp grandios, danke für Dein Vertrauen und die sowohl lustigen, als auch extrem interessanten Stunden!

 

Die Dreadreise: Wie Dreads sich im ersten Jahr entwickeln

Dreads zu tragen ist eine wunderbar unkomplizierte Sache. Kein Stylen am Morgen, keine Pflegeprodukte, keine Haarsprays, Gels und Co. – herrlich! Einfach offen tragen, eine Frisur binden oder einen schlichten Zopf aus den Dreads machen, schon kann man innerhalb weniger Minuten fertig und glücklich in den Tag starten.

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Maya Cave „dreadiegirl“ on Instagram

Die Dreadreise – kein Kurztrip sondern einmal um die Welt

Doch bevor Deine Dreads so funktionieren und perfekt für Dich aussehen, ist es ein weiter Weg. Zwischen dem Erstellen der Dreads und einem Kopf voller gefilzter, reifer Dreads liegt eine lange Zeit, die Höhen und Tiefen mit sich bringt und eventuell sehr viel Arbeit. Nicht ohne Grund sprechen viele Dreadheads von ihrer „Dreadreise“. Und dabei denken sie nicht an einen Wochenendtrip in die Nachbarstadt, sondern an eine lange, ausführliche Weltreise durch viele bunte Länder auf dem ganzen Globus.

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Lina „carry_fornia“ on Instagram

Ein anderer schöner Vergleich ist der mit den Wurzeln eines Baumes. So wie auch ein Baum nicht von Anfang an dicke, lange Wurzeln im Boden hat, so müssen auch Eure Wurzeln erst wachsen und sich entwickeln.

Natural oder Studio?

Nun muss man noch unterscheiden, was für Dreads sich der neu geborene Dreadhead am Anfang seiner Reise vorstellt. Möchte er sogenannte „natural Dreads“ mit vielen losen Häarchen, Schlaufen, Knoten und teilweise offenen Strähnen, dann fällt seine Reise sehr viel kürzer aus. Ein solcher Look verlangt nicht nach Pflege und Zuwendung. Werden aber sogenannte „perfekte Dreads“ oder „Studio Dreads“ gewünscht, dann dauert der Weg dorthin deutlich länger.

In diesem Artikel geht es um „Studio Dreads“, denn diese fertige ich für Euch an. Auf ihrer Dreadreise brauchen sie viel Zeit und Pflege. Im Folgenden habe ich noch einige Infos für Euch, damit Ihr einen Eindruck bekommt, was auf Euch als neue Dreadträger zukommen kann. Wie Eure Dreads sich dann in der Realität entwickeln, wie stark sie fusseln, wie sehr sie sich verdicken und wie viel Häkelarbeit sie wirklich benötigen, werdet Ihr erst merken, wenn Ihr sie tragt. Denn das Gesamtbild hängt von so vielen Faktoren ab, dass es sich nicht vorhersagen lässt. Das ist wie mit dem Wetter: vermutlich sonnig, eventuell Wölkchen und Platzregen…

Haartyp und Haarstruktur

Verschiedene Haartypen verfilzen unterschiedlich gut. Afrikanisches Haar zum Beispiel filzt schnell und problemlos, während Europäisches Haar sich meistens strikt dagegen wehrt und viel mehr Arbeit abverlangt. Die Haarstruktur (dick, dünn, glatt, rauh) kann ebenfalls entscheidend sein, wie viel oder wenig Pflege die Dreads brauchen. Auch spielt es eine Rolle, wie gesund das Haar vor dem Dreaden war. Gesundes Haar ist glatt und wendig, es stiehlt sich leicht aus den Dreads heraus, während durch Dauerwelle, Blondieren und Färben geschädigtes Haar viel leichter die Dreadform behält.

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Unter den Fusselhaaren stecken schon richtig schöne Dreads

Es ist also mehr als schwierig vorherzusehen, wie die Haare im Einzelfall mit der neuen Situation klar kommen werden. Sicher ist: Dreads fusseln im ersten Jahr, zum Teil so sehr, dass der betreffende Dreadhead sich fühlt, als würde er konstant in die Steckdose greifen. Kaum sind die Dreads frisch verhäkelt, geht das Fusseln schon wieder los. Ausserdem können gelegentlich Schlaufen oder kleine Verdickungen entstehen, die man beim Pflegetermin aber ebenfalls wieder verhäkeln kann.

Vorbereitung

Um den Haaren bei der Reise zu helfen, könnt Ihr sie vor dem Dreaden darauf vorbereiten. Das heisst: austrocknen und griffig machen. Zum Beispiel durch Haarefärben, Blondieren oder Dauerwellen. Kommt das nicht in Frage, könnt Ihr schon Wochen vor Eurem Termin damit beginnen, die Haare nur noch mit Kern- oder Dreadseife zu waschen. Auch Kuren mit Kieselerde helfen, so wie auch Salzwasser und Sonne oder selbstgemachtes Salzwasserspray, das immer wieder auf das Haar gesprüht wird.

Was Ihr unbedingt während der Vorbereitung vermeiden solltet sind: alle pflegenden und weichmachenden Substanzen. Pflegende Shampoos, Spülung, Haarkur, Fönschutz, Spitzenfluid, etc.

Übrigens lohnt es sich die Bürstenhaare (alle Haare, die Ihr noch so im Laufe der Vorbereitungszeit verliert) aufzuheben. Damit kann man später während der Dreadreise noch gut was anfangen. Zum Beispiel eine dünne Stelle verdicken, oder einen Dread ein Stück verlängern, etc.

Dreads entwickeln sich – aber langsam, ganz langsam

JohannesThelxepeia
JohannesThelxepeia

Natürlich wünscht sich jeder neue Dreadhead gleich so auszusehen, wie er sich das Endziel vorstellt. Doch das funktioniert in den meisten Fällen so nicht. Und es ist völlig normal, das es nicht funktioniert. Denn Haare verfilzen nicht von jetzt auf gleich – das muss jedem angehenden Dreadträger von Anfang an bewusst sein, damit keine Enttäuschungen entstehen.

Besonders Europäisches Haar braucht viele, viele Monate zum Verfilzen. Dreads sind keine Frisur für den Moment, sondern müssen sich in langsamen Schritten erst zu echten, reifen Dreads entwickeln. Das bedeutet, dass sie viele Male neu gehäkelt und gepflegt werden müssen, um doch kurze Zeit später wieder mehr oder weniger zu fusseln. Mit jedem neuen Verhäkeln jedoch, filzen weitere Haare mit in den Dread ein. Schritt für Schritt geht es so weiter. Auch wenn der Fortschritt in manchen Fällen nur sehr langsam zu erkennen ist, so geht es doch kontinuierlich voran. Vertrauen, Geduld und Gelassenheit sind in dieser Zeit die besten Begleiter.

Habt Ihr durchgehalten und herrlich verfilzte, wunderbare Dreads erreicht, werden in den meisten Fällen – nicht in allen natürlich – dennoch die Ansätze nicht von allein weiterfilzen. Auch hier ist es nötig, die Ansätze zu bearbeiten und in den Längen ab und zu noch lose Haare zu verhäkeln. Es sei denn, diese stören den Dreadhead nicht.

Wie Dreads in der Entwicklungsphase aussehen können

Beispielarbeiten von Ivonne
Neuss (NRW/Deutschland), www.dreadlocktussi.de
Felix
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Felix (von Ivonne aus Neuss (NRW/ Deutschland), www.dreadlocktussie.de)

Bild 1 – Felix mit neu erstellten Dreads
Bild 2 + 3  – Die Entwicklung nach 4 Monaten vor dem Pflegetermin
Bild 4 – 4 Monate alt nach dem Pflegetermin

Vanessa
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Vanessa (von Ivonne aus Neuss (NRW/ Deutschland), www.dreadlocktussie.de)

Bild 1 – Vanessa vor einem Häkeltermin
Bild 2 – Nach dem Termin
Vanessa gehört zu den Dreadheads, die in sehr kurzen Abständen zum Nachhäkeln kommen müssen, da ihre Haare nur langsam filzen und besonders am Ansatz immer wieder sehr viel loses Haar hervorkommt.

Arian
Arian
Arian (von Ivonne aus Neuss (NRW/ Deutschland), www.dreadlocktussie.de)

Bild 1 – Arian mit frisch erstellten Dreads
Bild 2 – Vor der ersten Dreadpflege
Bild 3 – Nach der ersten Dreadpflege


Beispielarbeiten von Nici
Marktl (Bayern/Deutschland), www.facebook.com/filzfee.dreads
Nina
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Nina (von Nici aus Marktl (Bayern/Deutschland), Filzfee Dreads – Bastelei)

Bild 1 – Ninas neue Dreads
Bild 2 – Dreadentwicklung nach 2 Monaten vor dem Häkeln
Bild 3 – Dreads mit 2 Monaten nach dem Häkeln


Beispielarbeiten von Lena
Ganderkesee (Niedersachsen/ Deutschland), www.dreadloop.de
Henrik
Henrik
Henrik (von Lena aus Ganderkesee (Niedersachsen/ Deutschland), www.dreadloop.de)

Bild 1 – Henrik nach der Dreaderstellung
Bild 2 – Nach 8 Wochen vor der Pflege
Bild 3 – Nach 8 Wochen nach der Pflege
Bild 4 + 5 – Dreads sind fast 1 Jahr alt

Jonas
jona
Jona (von Lena aus Ganderkesee (Niedersachsen/ Deutschland), www.dreadloop.de)

Bild 1 – Jonas neue Dreads
Bild 2 – Dreads sind 6 Monate alt vor der Pflege
Bild 3 – Mit 6 Monaten nach der Pflege
Bild 4 – 8 Monate nach der Erstellung
Bild 5 – 1 Jahr nach der Erstellung

Alex
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Alex (von Lena aus Ganderkesee (Niedersachsen/ Deutschland), www.dreadloop.de)

Bild 1 – Alex neue Dreads
Bild 2 – Vor der Pflege nach ca. 10 Monaten
Bild 3 – Nach der Pflege

Miene
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Miene (von Lena aus Ganderkesee (Niedersachsen/ Deutschland), www.dreadloop.de)

Bild 1 – Neue Dreads
Bild 2 – Dreads nach ca. 4 Wochen vor der Pflege
Bild 3 – Dreads nach der Pflege

Zoe
Zoe0
Zoe (von Lena aus Ganderkesee (Niedersachsen/ Deutschland), www.dreadloop.de)

Bild 1 – Zoe mit neuen Dreads
Bild 2 – Nach 7 Monaten

Sarah
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Sarah (von Lena aus Ganderkesee (Niedersachsen/ Deutschland), www.dreadloop.de)

Bild 1 – Neue Dreads
Bild 2 – 3 Monate alte Dreads
Bild 3 – 9 Monate alt
Bild 4 – 1 Jahr und 7 Monate alt


Beispielarbeiten von Swidel
(Walzenhausen am Bodensee/Schweiz)
Lilo
LiloEntwicklung
Lilo (Swidel)

Bild 1 – 6 Monate alt
Bild 2 – Nach 6 Monaten frisch gehäkelt

Maik
MaikEntwicklung
Maik (Swidel)

Bild 1 – Frische Dreads
Bild 2 – 5 Monate nach Erstellung vor der ersten Pflege
Bild 3 – 5 Monate nach Erstellung frisch gehäkelt


 

Dreads fusseln: Was könnt Ihr nun dagegen tun?

Sobald Eure Reise voran geschritten ist und Euch die Fusselei stört, könnt Ihr folgende Dinge ausprobieren, um sie in den Griff zu bekommen:

  • Häkeln

    Als erstes gilt natürlich: häkelt die losen Häarchen ein oder lasst sie einhäkeln. Euer Dreadstylist hilft Euch gern, aber vielleicht kriegt Ihr auch selber den Dreh raus oder findet eine/n Freund/in, der/die Euch helfen mag.

  • Ansätze voneinander lösen

    Ebenfalls sehr wichtig ist, dass Ihr die einzelnen langen Häarchen die hervorschauen, vom Zusammenfilzen abhaltet. Nach jedem Waschen und Trocknen solltet Ihr alle Dreads sorgfältig voneinander trennen.

  • Richtiges Shampoo/Seife

    Benutzt konsequent (aber immer sehr sparsam) Dreadshampoo oder Dreadseife. Diese sind darauf ausgelegt, den Filzprozess zu fördern. Normales Shampoo (auch Naturkosmetik) enthält immer auch pflegende Substanzen. Hier scheiden sich allerdings die Geister und ein bisschen Ausprobieren, was Dreads und Kopfhaut gut tut, kann sicher nicht schaden.

  • Palm Rolling

    Zwischendurch und/oder nach dem Waschen und Fönen könnt Ihr die Dreads einzeln zwischen den Handflächen rollen. Das macht Arbeit, aber es kann durchaus helfen, die losen Häarchen anzulegen.

  • Salzwasserspray

    Salz trocknet das Haar aus und fördert den Filzprozess. Daher kann man die Dreads regelmässig mit Salzwasserspray leicht besprühen (nicht nass machen). Das lässt sich mit Palm Rolling kombinieren.

  • Reibung vermeiden

    Jede Reibung holt lose Haare aus den Dreads. Nach dem Waschen sollten die Haare also nicht mit dem Handtuch bearbeitet, sondern lediglich eingeschlagen werden. Statt einem Fön empfiehlt es sich, eine Trockenhaube zu verwenden, damit weniger Bewegung zwischen den Dreads entsteht. In der Nacht kann ein dünnes Tuch um die Dreads gebunden werden, damit sie weniger über Kissen und Decken reiben.

  • Regelmässig Waschen

    Dreads filzen besser, wenn sie sauber sind. Fettige Ansätze filzen langsam oder gar nicht. Daher sollten die Dreads regelmässig gewaschen werden. Immer sehr gut und lange ausspülen, um Rückstände zu vermeiden, die wiederum das Filzen erschweren würden.

  • Trocken halten

    Dreads filzen besser, wenn sie trocken sind. Daher sollten sie nach dem Waschen sehr gut getrocknet werden, eine Trockenhaube ist dabei hilfreich und verursacht weniger Reibung und Bewegung als der Fön.

  • Heiss trocknen

    Hitze tut normalen Haaren nicht gut, daher ist sie hilfreich, um die Dreads trocken, rauh und filzwillig zu machen. Eher heiss als nur lauwarm unter der Trockenhaube trocknen kann also den Filzprozess unterstützen.
    Allerdings gilt dies nur für die ersten Monate. Dann lieber nur noch warm trocknen, um sie nicht mehr als nötig auszutrocknen.

 

Geduld, Geduld, Geduld

Bei allen unvorhersehbaren Umständen und dem zum Teil sehr hohen Pflegeaufwand ist eines jedoch ganz eindeutig: frisch gemachte Dreads können nicht aussehen und sich nicht verhalten wie Dreads, die nach Jahren gereift und wunderschön geworden sind.

Dreads wünschen sich vom neuen Träger neben all der Aufmerksamkeit und richtigen Pflege vor allem eins:

Geduld.

Schenkt Ihnen Zeit! Erlaubt Ihnen, auch mal wirr auszusehen. Die Tage WERDEN kommen, an denen sie Euch endlich für Eure Geduld belohnen!

Tonja
Glücklich!

Und am Ende noch ein Rat: bleibt trotz des nötigen Arbeitsaufwandes gut gelaunt.

Glückliche Dreads sind schönere Dreads!

 

Danksagung: Mein Dank gilt allen Dreadlockstylisten und Dreadheads, die mir erlaubt haben, ihre Fotos in diesem Artikel abzubilden. Herzlichen Dank für Eure Unterstützung! Ihr seid die Besten! ♥

 

 

Bartdreads – Kann man einen Bart dreaden?

Kopfhaare zu dreaden ist möglich. Natürlich. Aber den Bart? Manch ein Mann lässt ihn wachsen und flechtet die Haare dann zu einem oder mehreren Zöpfen, die mit verschiedenen Bartperlen geschmückt werden können. Das ist auf jeden Fall sehr cool und individuell. Maik hatte aber darüber hinaus die Idee, dass er statt zwei Zöpfen doch zwei Dreads tragen könnte. Da sein Bart noch etwas kurz war, wollte er gerne gleich noch Verlängerungen dazu bekommen.

Kann man einen Bart dreaden?

Barthaare fühlen sich viel härter und drahtiger an als Kopfhaar. Sie sind starrer und schwieriger zu bändigen. Aber sie sind chemisch gesehen eben auch nur Haar und sollten sich daher ähnlich wie Kopfhaar verarbeiten lassen.
Eine weitere Schwierigkeit bei Barthaaren ist jedoch, dass sie offensichtlich farblich deutlich uneinheitlich sein können. Für Maiks Verlängerungen haben wir drei verschiedene Farben ausgesucht. Diese habe ich gemischt, um daraus zwei Dreadextensions zu häkeln, die genau den Farbtönen seines Bartes entsprechen würden.

Am Termin war die Spannung jedenfalls gross. Lassen sich die Barthaare nun zu Dreads verarbeiten, oder eher nicht? Und passen die Haare der Extensions wirklich zu den Haaren des Bartes, so dass man den Übergang nicht sieht?

Funktioniert und sieht super aus!

Maik Bartdreads
Bartdreads

Das Ergebnisfoto beweist: der Termin war erfolgreich und auch aus Barthaaren kann man richtig geile Dreads machen! Die Extensions lassen sich völlig unauffällig einarbeiten und geben dem Ganzen eine Länge, in der man(n) jede Menge Bartperlen unterbringen kann.

Ich freue mich jedenfalls, wenn ich irgendwann mal wieder einen Bart dreaden darf. Meldet Euch bei Interesse gerne bei mir!

Hat jemand von Euch einen Dread-Bart? Dann schickt mir doch Eure Fotos an info@swidel.com, die ich hier in einer Galerie vorstellen werde.

 

Dreadumbau – Natürliche vs. Salon Dreads

Dreadumbau
Dread-Umbau

Dieser sehr liebe Dreadhead hat seine Dreads von einer Kollegin machen lassen. Mit der Zeit sind daraus ausgeprägte „Natürliche Dreads“ entstanden. Daraus sollten nun gleichmässige „Salon Dreads“ werden.

Dreadumbau

Die Dreads im unteren Bereich hatten angehäkelte Verlängerungen, die zunächst abgetrennt werden mussten. Ich habe versucht, möglichst viel der alten Dreads zu erhalten, aber leider war es bei den meisten nötig, sie komplett zu öffnen. Die Dreadlocks im vorderen Bereich hat der Dreadhead selber aufgebürstet, dann habe ich sie eingeteilt und neu gemacht – wir haben hier echtes Teamwork geleistet 😉 . Zum Glück liessen sich einige der alten, schönen Spitzen wieder anhäkeln und auch ein bisschen des ausgekämmten Haares zu neuen Verlängerungen für die unteren Dreads verarbeiten. Nach drei Terminen war das Werk dann vollendet und der Dreadhead salonfähig umgebaut!

Es war eine sehr schöne Zeit mit interessanten Gesprächen und ich freue mich auf ein Wiedersehen! Danke für Dein Vertrauen, lieber Dreadhead! Ich finde, die überarbeitete Mähne steht Dir super gut!

Woher kommen Schlaufen und Nester?

Wie kommt es, dass manche Dreads sich mit der Zeit zusammenziehen, verschlaufen und flache Nester bilden?
Das liegt vor allem an der Art und Weise, wie die Dreads gemacht werden. Wenn Dreads nicht von Anfang an ebenmässig gefertigt und gründlich durchgehäkelt werden, kann es passieren, dass sie sehr ungleichmässig filzen und dabei Schlaufen, Knubbel und ganze Nester entstehen.
Lässt man die Dreads ausserdem im ersten Jahr ohne Dreadpflege wachsen, machen sie, was ihnen so in den Sinn kommt. Es entstehen Natürliche Dreads/ natural dreads.

Einige Dreadheads lieben diesen natürlichen, wilden Look und feiern jede einzelne Unebenheit. Andere mögen ihre Dreads lieber ebenmässig und glatt. Salonfähig sozusagen.

Möchtest auch Du einen Umbau Deiner Dreadlocks? Dann melde Dich gerne bei mir!

 

Neuer Dreadhead: Prisca

Prisca

Ein weiterer, wunderbarer Dreadhead ist entstanden: Prisca!

Mit ihrem eher dünnen, aber schön langen Haar hatte Prisca Sorge, dass sie bloss maximal 35 Dreads haben würde, die grosse Abstände zueinander haben würden. Wir haben schon gelacht, als es am Ende doch 118 Dreads geworden sind!

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Zusammen mit Priscas Begleitung Karin haben wir drei lustige Tage miteinander verbracht und wirklich eine schöne Zeit gehabt. Meine ganze Familie hat die beiden ins Herz geschlossen und sie richtig vermisst, als die drei Tage um waren und am nächsten Morgen niemand mehr kam. Mir hat es wirklich sehr viel Spass gemacht mit Euch, ich danke für alle lieben Gaben und die schöne Zeit.

Das Ergebnis finde ich absolut toll: viele, dünne, wunderschöne Dreads. Sie werden mit der Zeit noch dicker werden und ich bin ganz gespannt, wie sie dann wirken. Sie sind jedenfalls jetzt schon wunderschön. Die dünnen Spitzen konnten nicht mehr verdreadet werden und sind sehr lang, man könnte sie abschneiden, aber sie sorgen auch so lang für einen besonderen Look und helfen dabei, dass der Dutt hält 😉 . Ich denke, dass wir sie bei einem folgenden Pflegetermin, wenn die Haare anfangen zu filzen, noch etwas weiter schliessen werden können.

Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns bald wiedersehen!

Neuer Dreadhead: Prisca

Weitere Fotos findet Ihr in der Dreadgalerie. Möchtest du selber einen kostenlosen Beratungstermin? Kontaktiere mich einfach hier.

 

Kochen mit Dreads – Wie vermeide ich Essensgerüche in den Haaren?

Kennt Ihr das?

Ihr kocht lecker Essen mit schön viel gebratenen Zwiebeln, esst Euch gemütlich satt und macht brav die Küche wieder sauber. Dann fällt Euch auf: es riecht immer noch penetrant nach Essen, obwohl schon alles aufgeräumt und geputzt ist und Ihr satt seid und keine Lust auf Essensgeruch mehr habt! Egal wohin Ihr geht, es riecht weiterhin. Herzliches Beileid: Ihr gehört zu den Menschen mit einer Haarstruktur, die gerne Gerüche aufnimmt und stur festhält.

Mich persönlich hat das extrem genervt und ich hätte am liebsten das Kochen eingestellt! Ich kann es nicht ausstehen, den ganzen Tag wie eine riesige Zwiebel zu müffeln. Also: kalte Küche für immer. Oder?

Kochen mit Dreads – Wie vermeide ich Essensgerüche in den Haaren?

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Andrea mit Tüten-Mütze

Zum Glück gibt es eine Lösung!

Für mich hat sich im ersten, verzweifelten Moment die gemeine Klarsichtfolie als Nothilfe ergeben. Klarsichtfolie kann man hervorragend um den Kopf und die Dreads wickeln. Da geht garantiert nichts durch. Allerdings darf dann bitte niemand ungelegen an der Tür klingeln, sonst droht der Herztod durch Erschrecken. Sobald ich die Folie nach dem Essen abgezogen habe, dufteten sie wundervoll nach Filt Ber Seife von der letzten Haarwäsche.

Aber: diese Idee ist total umweltfeindlich. Eigentlich wollen wir doch mit weniger Plastik im Leben auskommen. Zum Glück ist die liebe Andrea auf eine andere Variante gekommen, die wesentlich umweltfreundlicher und auch sparsamer für den Geldbeutel ist: Müllsäcke (sicherlich funktioniert es auch mit verschiedenen Plastiktüten).

Ein Müllsack lässt sich wie eine Mütze tragen – sogar bei sehr langen Dreads klappt das hervorragend. Für die Passform kann man mit Klebeband nachhelfen. Und er lässt sich fast beliebig oft wiederverwenden.

Dem Kochen steht also zum Glück nun doch nichts mehr im Wege. Niemand muss verhungern und die Gerüche bleiben nicht für den Rest des Tages (und der Nacht) im Haar erhalten, sondern erfreuen Euch nur beim Essen selber, so wie es sein soll.

Habt Ihr es ausprobiert oder andere Ideen für das Kochen mit Dreads? Schreibt es mir doch in die Kommentare!

 

 

Neuer Dreadhead: Cosma

Vor einer Weile war Cosma bei mir mit dem Wunsch nach dünnen Dreads mit offenen Spitzen und Mittelscheitel.

Cosma hat ganz tolles, wunderschönes, dickes, dichtes, brasilianisches Haar. Es war mir eine ganz besondere Freude, dass ich ihre Dreads zaubern durfte. Danke für das Vertrauen und die schönen Stunden! Es sind unglaubliche 133 Stück geworden – mein persönlicher Rekord, was die Menge angeht. Sie sind noch recht kurz, aber sehen einfach gigantisch aus!

Ich finde, Dreads stehen Cosma super gut und ich bin ganz gespannt, wie sie sich entwickeln. Komm wieder, Cosma, es war eine total schöne Zeit mit Dir!

Neuer Dreadhead: Cosma

Neuer Dreadhead: Cosma
Mehr Fotos findet Ihr in der Galerie.

Möchtest Du einen  unverbindlichen Beratungstermin oder selber endlich Dreads bekommen? Hier findest Du mich!

Dreadpflege: David

Vor einer Weile gab es mal wieder eine besondere Dreadpflege. Nicht jeder hat schliesslich einen so coolen blauen Farbverlauf! Da hatte ich doch Glück, dass David aus dem fernen Baden spontan mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu mir gekommen ist, weil sein Dreadstylist  kurzfristig vor Davids Reise nach Irland keinen Termin mehr frei hatte.

Es tut mir immer leid, wenn Dreadheads einen so langen Weg von mehreren Stunden bis zu mir auf sich nehmen müssen. Trotzdem freut es mich natürlich auch, wenn ich aus einem grossen Umkreis viele so interessante Menschen treffen darf. Eure Dreads in Form zu bringen ist meine Passion und die spannenden Gespräche sind eine willkommene Zugabe, die ich sehr schätze.

Es war mir eine grosse Freude, diese blauen Zotteln wieder in Form zu bringen und David ein bisschen kennen zu lernen. Vielleicht kommst du ja trotz der Entfernung noch mal wieder – es würde mich freuen.

Dreadpflege: David
Vorher-Nachher

Dreadpflege: David

Mehr Fotos findet Ihr übrigens in der Dread-Galerie.
Wünschst Du Dir selber Dreads? Dann komm doch zu einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin bei mir vorbei.

Können Dreadlocks schimmeln?

Immer mal wieder werde ich gefragt, ob Dreadlocks tatsächlich schimmeln können. Manch einer fragt aus Sorge, weil er selber Dreads hat. Andere hegen generell das Vorurteil, dass Dreadlocks stinken, schimmeln und Ungeziefer anlocken. Auch ganz abstruse Äusserungen wie „Wenn man Dreads wäscht, dann schimmeln sie“ habe ich schon gehört.

Fliegenpilz - Können Dreads schimmeln?

Räumen wir mal endgültig mit Vorurteilen und Märchen bezüglich schimmelnder Dreads auf:

Können Dreadlocks schimmeln?

Die Antwort hierauf ist: theoretisch ja, sie können schimmeln. Genauso wie Brot schimmeln kann, Blumenerde, Kleidung oder Tapete. Aber Dreads schimmeln natürlich nicht einfach so, plötzlich oder ohne Ursache. Genauso wenig wie Euer Brot, Eure Blumenerde, Kleidung oder die Tapete in Eurer Wohnung einfach verschimmelt. Schimmel ist kein normaler Zustand und wird nur durch grob unsachgemässen Umgang herbeigeführt.

Was genau ist denn Schimmel?

Schimmel ist etwas Lebendiges – ein Pilz. Keine simple Farbe und auch kein Dreck. Aber auch kein grosser Pilz wie ein Fliegenpilz, sondern eine sehr kleine Lebensform, die man einzeln mit blossem Auge nicht erkennen kann. Unter dem Begriff Schimmel werden im Volksmund eine Reihe nicht verwandter Pilzarten zusammengefasst. Die Vermehrung dieser Schimmelpilze erfolgt durch sogenannte Sporulation, dabei gibt der Pilz eine Unmenge von winzigen Sporen an die Luft ab, die durch die Luft verteilt werden und an neuen Stellen versuchen zu wachsen. Das eigentliche Pilzgeflecht ist fast farblos und wie gesagt mit blossem Auge fast nicht zu erkennen. Ist der Pilzbefall sehr stark, bildet das Geflecht auf der betroffenen Oberfläche eine watteartige Schicht und wird somit für den Menschen sichtbar. Das heisst, wenn Ihr den Schimmelbefall sehen könnt, ist er bereits sehr ausgeprägt. Innerhalb eines Objekts ist der Befall von Aussen so gut wie gar nicht zu erkennen, was bedeutet, dass Schimmel in Euren Dreads zunächst versteckt entsteht.

Gemeinsam mit anderen biologischen Partikeln und Organismen wie Milben, Hautschuppen, Pollen und Bakterien sind Pilzsporen einer der Hauptbestandeteile des sogenannten Aeroplanktons. Dies ist die Gesamtheit all jener Partikel und Kleinstlebewesen biologischen Ursprungs, die sich normalerweise immer mehr oder weniger in der Luft befinden. Eklige Vorstellung, ist aber tatsächlich so und kümmert uns im Normalfall gar nicht, weil wir all diese Dinge nicht sehen können.

Dass Schimmelbefall nicht in Dreads gehört, liegt nun auf der Hand. Wir wollen keinen Pilz, der sichtbar oder unsichtbar in unseren schön verfilzten Haaren lebt.

Ist Schimmel gefährlich?

Mit Schimmel ist ausserdem lieber nicht zu spassen, denn die Sporen und der Pilzgeflechtstaub sind durchaus gesundheitsschädlich. Sie stehen im Verdacht, Unwohlsein, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen zu verursachen. Außerdem bilden einige Schimmelpilzarten giftige Substanzen, die beim Verschlucken (zum Beispiel von verschimmelten Lebensmitteln) Vergiftungen auslösen und zudem krebserregend sind. Letzteres ist für Dreads nicht so relevant, es sei denn, Ihr kaut gerne auf ihnen herum.

Was braucht Schimmel, um wachsen zu können?

Schimmelpilze benötigen drei entscheidende Faktoren zum Leben:

  1. organische Stoffe als Nahrung,
  2. ausreichende Feuchtigkeit,
  3. Wärme.

Schauen wir uns das genauer an:

Nahrung des Schimmels

Schimmel kann in grossen Mengen zum Beispiel auf Lebensmitteln, Kleidungsstücken oder Blumentopferde wachsen, es genügen aber auch schon die Holzbestandteile in Tapeten, damit Schimmel z.B. in Zimmerecken sichtbar wird.

Schimmel auf Lebensmitteln - Können Dreads schimmeln?

In Dreadlocks sammeln sich Hautschuppen, Fussel von Kleidung/Bettwäsche und ausserdem alles, was Ihr zum Zwecke der Pflege in Eure Dreads einbringt. Auch der gemeine Hausstaub sammelt sich in Euren Dreadlocks, denn er schwirrt mit der Luft unbemerkt durch jedes Haus. Hausstaub ist ein Gemisch aus vielen biotischen und abiotischen Partikeln.  Hausstaub aus Matratzen und Polstergarnituren z.B. enthält zum größten Teil menschliche Hautschuppen, die wir jeden Tag in Unmengen abgeben. Winzige Milben leben ebenfalls im Hausstaub, bekannt als Hausstaubmilben. Die Hausstaubmilben ernähren sich vorwiegend von Hautschuppen. Dabei sind sie auf die Symbiose mit Schimmelpilzen angewiesen, um die Hautschuppen verwerten zu können. Die Milben und Schimmelpilze leben auf diese Art in einem komplizierten Ökosystem im Hausstaub zusammen. Zum Glück sind sie so winzig klein, dass sie für unsere Augen unsichtbar bleiben und man spricht auch nicht von Schimmelbefall, wenn es um das Vorkommen von Schimmelpilzen in Kombination mit Hausstaubmilben geht. Es ist im Übrigen egal wie sauber und gepflegt ein Haus ist: Hausstaub und Hausstaubmilben finden sich überall – auf Grund der geringen Grösse für uns unsichtbar und unbemerkt. Doch es wird deutlich, dass all diese natürlichen Rückstände in unseren Dreads bereits einen Nährboden für weiteres Schimmelwachstum bilden.

Verwendet Ihr obendrein zur Dreadpflege Quark, Honig, Cola, Bier oder sonst irgendwelche Lebensmittel, weil Ihr denkt, dass dies den Haaren gut tun würde, hinterlassen diese Zutaten durch unzureichendes Auswaschen eventuell ebenfalls Rückstände, die Schimmel geradezu an die Partytheke einladen. Daher ist dringend davon abzuraten, solche Substanzen zu verwenden. Allerdings reicht auch die Anreicherung von Lebensmittelrückständen in den Dreads noch nicht aus, damit ein akuter Schimmelbefall entsteht. Es fehlen weitere Faktoren.

Feuchtigkeit und Wärme für gutes Schimmelwachstum

Die meisten Schimmelpilzarten gedeihen am besten ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80% und einer Temperatur von über 20°C.

Für Eure Dreads bedeutet das, dass Schimmelpilze darin nur dann gut gedeihen, wenn sie über eine lange Zeit und immer wieder feucht sind. Da fallen Euch sicher gleich ein paar Gelgenheiten ein: Wenn es nach dem Baden/Duschen/Badi/See im Sommer einfach zu heiss zum Föhnen oder für die Trockenhaube ist und Ihr die Dreads bei hoher Luftfeuchtigkeit über Stunden von allein trocknen lasst, vielleicht sogar viele Tage lang. Wenn Eure Dreads sich nach der Wäsche am Abend am nächsten Morgen im Kern immer noch leicht feucht anfühlen. Wenn Ihr Eure Dreads im Winter wascht, eine Mütze oder Tube anzieht und aus dem Haus geht. Auf all diesen und ähnlichen Wegen sorgt Ihr dafür, dass sich Feuchtigkeit über Stunden im Inneren Euren Dreads hält und so die Wachstumsmöglichkeit für Schimmel verbessert.

Seewasser in Dreads - Können Dreads schimmeln?

Die Verbindung von Wärme und Feuchtigkeit beeinflusst das Schimmelwachstum äußerst positiv, es entstehen immer größere Pilzgeflechte, die sich bei anhaltend günstigen Bedingungen explosionsartig weiter vermehren können. Da Euer Kopf immer Wärme abstrahlt, hilft er der Feuchtigkeit ausserdem wunderbar dabei, Schimmel zu kultivieren. Unsere normale Körperkerntemperatur liegt zwischen 36,3 und 37,4 °C, die Temperatur der Haut liegt somit normalerweise immer über 20°C, auch auf dem Kopf.

Dem Schimmel vorbeugen

Schimmel braucht also organische Rückstände, die sich in den Dreads ansammeln, Feuchtigkeit und Wärme. Da liegt es auf der Hand, was wir tun können, um Schimmelbildung zu vermeiden:

  1.  Den Nährboden minimieren

    Wenn Ihr Eure Dreads mindestens einmal pro Woche richtig gründlich, lange und sorgfältig wascht, spült Ihr eine gute Menge des Staubs und aller anderer Rückstände aus. Benutzt ein vernünftiges Shampoo oder Dreadseife, welche/s dabei hilft. Nach dem Schwimmen im See, Arbeiten mit staubendem Holz, Mehl, oder Ähnlichem, sollten die Dreads gründlich gewaschen werden, auch wenn dann eine tägliche Wäsche nötig sein sollte. Um nicht so oft waschen zu müssen, könnt Ihr beim Baden im See eine Dread-Badekappe benutzen und bei staubenden Arbeiten eine Mütze tragen.

  2. Feuchtigkeit abstellen

    Es ist ganz einfach, Dreads wirklich trocken zu bekommen. Benutzt dafür eine Trockenhaube, lagert die Dreads unter der Haube während des Trocknens mehrfach um und kontrolliert durch starkes Zusammenpressen einzelner Dreads, ob sie auch im Kern richtig durchgetrocknet sind. Nehmt Euch Zeit für das Trocknen. Schon fällt der das Schimmelwachstum begünstigende Faktor Feuchtigkeit weg.

  3. Feuchte Wärme vermeiden

    Nasse Dreads sollten nur für einen kurzen Moment – also für den Weg zu Eurer Trockenhaube – unter einer Mütze oder einem Handtuch verschwinden. Die Wärme Eures Körpers könnt Ihr nicht abstellen, aber feuchte Wärme könnt Ihr definitiv vermeiden. Trocknet die Dreads mit einer Trockenhaube wie unter Punkt 2 beschrieben gründlichst durch. Wenn Ihr keine habt oder Hauben doof findet, nehmt einen Fön, damit dauert es aber länger.

Glücklich mit sauberen Dreads

Ich weiss, dass etliche Dreadheads darauf schwören, wie gut es für sie funktioniert, die Haare zu waschen und dann von alleine trocknen zu lassen. Da es verschiedene Haartypen gibt, die unterschiedlich schnell trocknen, kann das auch tatsächlich problemlos funktionieren. Auch behaupten manche, dass einmal Waschen pro Monat ausreicht. Das halte ich allerdings wirklich für nicht weise. Mehr zum Thema Waschen  habe ich bereits hier geschrieben.

Doch jedem, der Zweifel daran hat, ob seine Dreads wirklich sauber sind, würde ich die Vorgehensweise wie oben beschrieben empfehlen. Damit könnt Ihr einfach auf Nummer sicher gehen und Eure sauberen Dreads rundum und ohne jeden Zweifel geniessen.

Glücklich mit sauberen Dreads - Können Dreads schimmeln?

Quellen: Wikipedia, Schimmelpilzinfoforum