Dreads waschen – aber wie? So bekommst Du schöne, saubere, duftende Dreads

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Kann man Dreads waschen?!?
Die 8 besten Wasch-Tipps

Es gibt tatsächlich Menschen, die denken, Dreads waschen wäre nicht möglich. In Wahrheit kann und sollte man seine Dreadlocks aber regelmässig und gründlich waschen – und zwar von Anfang an. Dreads verfilzen wesentlich besser, wenn sie sauber und trocken sind. Wie aber wäscht man sie am besten?

Hier findest Du 8 Wasch-Tipps für saubere, duftende und schöne Dreads

Welches Shampoo?

Die häufigste Frage, die mir zum Thema „Dreads waschen“ gestellt wird, ist die nach dem besten Shampoo. Ich hätte da gerne die perfekte Antwort für Dich, aber die Wahrheit ist: es gibt kein einfaches „one fits all“ -Präparat, das zu allen Dreads gleich gut passt und alle gleichermassen glücklich macht. Leider.

Wenn Du das passende Shampoo für Dich suchst, dann musst Du vermutlich ein paar verschiedene Produkte ausprobieren und schauen, welches für Deine Dreads nun wirklich am besten ist.

Manche Dreadheads mögen einfache Kernseife, andere besondere Haarseife, Babyshampoo oder Spezialshampoo für Dreads, manche mischen eine eigene „Tunke“, einige nehmen Shampoo aus dem Naturkosmetikbereich, Lava- oder Kieselerde und manche waschen ihre Dreads überhaupt nicht – es gibt da unendlich viele Ideen. Mein persönliches Lieblingsprodukt verrate ich Dir am Ende des Beitrags.

Silikone meiden

Unbedingt abzuraten ist von Shampoo, das Silikone oder andere Weichmacher enthält. Nimm Dir die Zeit, die Inhaltsstoffe Deines Shampoos zu überprüfen. Einige Stoffe enden auf „-cone“ und „-xane“ – das sind die Inhalte, die Du nicht haben willst. Sie legen sich um das Haar und verleihen Glanz und Geschmeidigkeit – das Gegenteil von dem, was Deine Dreads benötigen. Denn je weicher und glatter die einzelnen Haare sind, desto besser lösen sie sich aus den Dreads heraus. Bei neu gemachten Dreads siehst du dann schnell aus wie ein Sumpfmonster und die Dread-Spitzen öffnen sich wieder, was enorm viel Mehrarbeit beim Erhalt der Dreads bedeutet. Bei älteren Dreads filzt der Ansatz nicht nach.

Keine zusätzlichen Pflegemittel

Es gibt eine Vielfalt von Pflege- und Stylingprodukten auf dem Markt: Haarkuren, Spitzenfluid, Gel, Haarspray, Spülung, Fönschutz und noch mehr. Ich empfehle: Finger weg davon – je natürlicher, desto besser.
Dein Ansatz soll ja vernünftig nachfilzen, bzw. sollen sich die neuen Dreads schnell und anständig verfilzen – da helfen all diese Mittel nicht. Sie sind eher hinderlich, da sie darauf ausgelegt sind, das Haar glatt, glänzend und fliessend fallend zu machen. Das ist einfach genau das Gegenteil von dem, was Dreads ausmacht.

Juckreiz vermeiden

Der anfängliche Juckreiz, den viele neue Dreadheads haben, lässt häufig unabhängig vom Pflegemittel mit der Zeit  von alleine nach. Die Kopfhaut muss sich an die neue Situation gewöhnen. Es gibt aber ein paar ganz wichtige Hinweise zum Umgang mit Juckreiz und Schuppen, die gleichzeitig auch gute Waschtipps sind:

Regelmässig waschen

Deine Haut mag es, wenn sie regelmässig massiert und gewaschen wird. Auch auf dem Kopf. Einmal oder zweimal pro Woche die Dreads waschen ist ein guter Schnitt. Du kannst sie durchaus auch täglich waschen. Problematischer als zu viel waschen, ist meiner Meinung nach zu wenig waschen. Denn sobald der Haaransatz etwas fettig wird, stört das den Filzprozess.

Viel hilft nicht immer viel

Du brauchst gar nicht so viel Shampoo zum Dreads waschen, wie Du vielleicht annimmst. Zu viel Shampoo oder SeifenschaumSeife hinterlässt möglicherweise Rückstände, die wiederum Juckreiz und/oder Schuppen verursachen.
Wie verteilt man aber wenig Pflegemittel in vielen Dreads? Da gibt es ein paar Tricks! Zum Beispiel den mit dem Badeschwamm: Shampoo auf dem Schwamm aufschäumen und dann in die Dreads einarbeiten. Dafür kann man auch einen einfachen Waschlappen nehmen.
Oder der Duschgel-Flaschen-Trick: Seife oder Shampoo in einer leeren Duschgel-Flasche mit Wasser auflösen und direkt in die Haare spritzen. Funktioniert auch gut.
Richtig toll eignet sich auch ein Schaumseifenspender: Shampoo oder Seife darin in Wasser auflösen und dann den Seifenschaum in den Dreads verteilen. Diese Variante mag ich persönlich am liebsten, weil sie sehr sparsam ist. Das freut die Kopfhaut und den Geldbeutel.

Gründlich auswaschen

Bitte nimm Dir genug Zeit, um Deine Dreads gut auszuwaschen. Wenn trotz der Aufschäumtipps von oben Rückstände auf der Kopfhaut bleiben, kann dies  zu Schuppen und Jucken führen. Also spüle besonders den Ansatz gut und lange aus.

Richtig gut durchtrocknen

Da Dreads länger zum Trocknen brauchen, als normale Haare, kommt man leicht in Versuchung, sie nach dem Waschen einfach an der Luft von alleine trocknen zu lassen – das spart Zeit. Für einige Dreadheads funktioniert das sicher auch gut. Ich rate aber aus mehreren Gründen davon ab:

Erstens kann ständige Feuchtigkeit die Kopfhaut reizen und führt dann zu Juckreiz. Das ist wie mit anderen Hautstellen auch.
Zweitens entsteht im feucht-warmen Milieu gerne Schimmel. Wo es trocken und gut belüftet ist, schimmelt es hingegen eher nicht.
Drittens fängt etwas, das lange feucht gehalten wird, irgendwann an, auffallend schlecht zu riechen.

Um die Dreadlocks richtig trocken zu bekommen, empfehle ich eine Trockenhaube. Mit dem Fön dauert es eine Ewigkeit Dreads zu trocknen, weil viel zu viel Luft in alle Richtungen weggeblasen wird. Die Trockenhaube hingegen bläst die Luft durch viele kleine Löcher gezielt auf die Dreads – das ist wesentlich effektiver und trocknet die Haare viel schneller, als es ein Fön je könnte.  Dank des meist sehr langen Kabels an der Trockenhaube hat man eine sehr grosse Bewegungsfreiheit und kann nebenbei andere Dinge erledigen.

Ich empfehle die Filt-Ber Dreadseife für wunderschöne, duftende Dreads

Zum Schluss meine Produktempfehlung für Dich: Im Allgäu gibt es die Glan Naturseifen-Manufaktur. Hier wird in kreativer Handarbeit Dreadseifeaus rein veganen, biologisch erzeugten Rohstoffen eine duftende Seife hergestellt, die keine Wünsche offen lässt.

Es gibt den „Filt Ber“ für neue Dreads, die trockener werden und filzen sollen. Und es gibt den „Filt Ber Lygi“, der rückfettend und dadurch für ältere, schon trockene Dreads und auch als Seife für den Körper und die Rasur geeignet ist.

Ich habe schon einige Produkte probiert und habe mit Glans Naturseifen das perfekte Pflegemittel für meine Dreads gefunden. Da ich so überzeugt und begeistert davon bin, biete ich beide Seifen für Dich auch in meinem Shop an. Probier sie aus, Du wirst sie lieben!

Was sind Deine Erfahrungen zum Thema Dreads waschen? Hast Du andere Tipps oder Ideen? War dieser Post für Dich hilfreich? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

 

 

2 Antworten auf „Dreads waschen – aber wie? So bekommst Du schöne, saubere, duftende Dreads“

  1. Hi, also ich persönlich muss sagen, jeden Tag waschen ist ein absolutes No-Go, genau wegen den Feuchtigkeit und Schimmelgefahr. Ich wasche meine Dreads nach 3 Wochen und sie filzen trotz dem, auch wenn der Ansatz in der 3. Woche etwas fettig ist. Mit dem Föhn trockne ich den Ansatz, dann lass ich sie austropfen/an der Luft trocknen oder an der Sonne trocknen.
    Aber es muss wie gesagt jeder selber wissen, wie er es mag.

    Peace and Love

    1. Hallo Rosa,
      danke für Deinen Kommentar! Wenn an der Luft Trocknen für Dich gut funktioniert ist es doch wunderbar 😉 Da hat wirklich jeder so seine Vorlieben. Täglich waschen funktioniert dann gut, wenn man die Dreads anschliessend richtig gründlich durchtrocknet. Schimmelpilz braucht zum Wachsen Feuchtigkeit und er ernährt sich von organischen Molekülen. Saubere und trockene Dreads sollten also verschont bleiben.
      Ganz liebe Grüsse
      Swidel

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