Dreadpflege: Dini

Vergangene Woche hatte ich einen ganz besonderen Besuch für Dreadpflege:

Dini, selber Dread-Artist aus Bayern und ihr Mann.
Dini hat ihre Dreads in Bayern machen lassen und dort keinen passenden Termin für die Pflege bekommen. Für sie sollte ich nun also die Ansätze nachhäkeln. An die kommt sie selber schlecht dran – ein Problem, dass ich nur all zu gut kenne…

Das waren wirklich spannende 5 Stunden, wir konnten uns austauschen und Ideen teilen – jetzt habe ich total Lust auf ein Dread-Artist Festival. Gibt es sowas wohl?

Es war zugegeben ein bisschen komisch, jemandem „vom Fach“ die Dreads zu häkeln und mich direkt ihrem Urteil zu stellen. Zum Glück war Dini aber zufrieden mit meiner Arbeit und ist mit aufgefrischten Locks wieder heim gefahren.

Danke für Deinen Besuch, Dein Vertrauen und komm doch gerne mal wieder!

 

Vorher:

Dini - Dreadpflege vorher

Nachher:

Dini - Dreadpflege nachher 1Dini - Dreadpflege nachher 2Dini - Dreadpflege nachher

Mehr Fotos von Dreadheads findest Du übrigens hier in der Galerie.

Wünschst Du Dir schon selber lange Dreads? Oder brauchst Du auch eine Pflege? Komm doch zu einem unverbindlichen Beratungs- und Kennenlerntermin bei mir vorbei. Kontaktdaten findest Du hier.

Neuer Dreadhead: Lili

Lili Dreads - Neuer DreadheadEin neuer Dreadhead: Lili

Am Wochenende durfte ich Lilis wunderschöne, feuerrote Haare in noch schönere, leuchtende Dreads verwandeln. 78 Stück sind es geworden. Den Pony haben wir frei gelassen, was richtig gut an Lili aussieht, wie ich finde! Die Dreadspitzen sind offen und fallen schön locker. Sie werden noch einiges an Zeit brauchen, um kompakt und weniger fusselig zu werden, aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Der Verfilzungsprozess braucht eben etwas Zeit.

Auf jeden Fall hatte ich sehr viel Freude und fröhliche, interessante, lustige 22 Stunden mit Lili! Ich freue mich auf ein Wiedersehen!

Die Strähnchenmethode/ Twist and Rip

Da ich öfters gefragt werde, möchte ich kurz erläutern, wie ich Dreads genau zaubere und wie auch Lilis Dreads entstanden sind.

Zunächst hat Lili mir genau erklärt, wie dick sie sich ihre Dreads wünscht und wie sie ungefähr aussehen und fallen sollen. Es gilt der Grundsatz: je dünner die Dreads, desto kleiner die Einteilung und desto mehr werden es. Ich teile normalerweise nach einem Mauersteinmuster die Haare ein, damit sie schön liegen und die Kopfhaut gut verdecken. Bei Lili habe ich damit im Nacken begonnen und mich nach oben gearbeitet. Dabei habe ich immer nur kleine Partitionen abgeteilt, damit ich je nach Wunsch auch während des Dreadens noch die Dicke der Dreads variieren konnte. So sind es dann ein paar dünnere und ein paar dickere geworden.

Die Dreads selber forme ich mit der Strähnchenmethode – allerdings habe ich da meine eigene Handschrift. Eine Strähne wird geteilt und auseinandergezogen, gedreht und wieder geteilt und auseinandergezogen, bis sich die Haare verdichten. Dabei helfe ich ab und zu mit einem Kamm nach und modelliere die Haare so, dass der Dread möglichst eben und gleichmässig wird. Ist die Strähne kompakt verdichtet, nehme ich eine sehr feine Häkelnadel (0,6mm) und häkele den Dread komplett durch. Er wird so fest und richtig schön rund.

Die Enden der Dreads kann man zum Schluss hochklappen und festhäkeln für geschlossene Spitzen, oder – wie bei Lili – offen lassen. Offene Spitzen brauchen jedoch (für mindestens 6 Monate) wesentlich mehr Aufmerksamkeit und Pflege, da sie je nach Haartyp gerne wieder aufdröseln. Der Aufwand lohnt sich aber, da sie, sobald sie verfilzt sind, perfekt halten und ganz wunderschön aussehen.

Dreadreise vorher-nachher

Ich freue mich schon auf den nächsten neuen Dreadhead! Die Verwandlung ist jedesmal absolut spannend und ich erfülle so gerne diesen Traum. Ein paar mehr Bilder sind übrigens hier zu sehen.

Hast Du auch Interesse? Dann schick mir einfach eine Nachricht!

 

 

 

 

Dreadlock-Summerstyle: Undercut

Sommerstyle UndercutEs wird Sommer

Endlich wird es Sommer und die Sonne scheint, der See wird warm und jede freie Minute verbringen wir barfuss im Grünen unter blauem Himmel, auf Festivals, Konzerten, Märkten, Partys!

Manch einem Dreadhead wird es da aber ganz schön heiss unter seiner dicken Haarpracht. Und es ist ja nicht immer und überall ein erfrischender Sprung ins kühle Nass möglich.

Die Dreadlocks hoch auf den Kopf zu binden ist eine Möglichkeit, um etwas mehr Wind und Abkühlung an den Körper zu lassen. Es gibt viele tolle Frisuren, mit denen man die wärmenden Dreads hinauf auf den Kopf befördern kann. Wer dann aber immer noch schwitzt und langsam daran zweifelt, ob er den Sommer mit Dreads wirklich so richtig geniessen kann, der mag sich vielleicht für eine radikalere Variante der Dread-Frisuren entscheiden:
den Undercut!

Dreadlock-Summerstyle: Undercut

Dreadlocks abschneiden? Das ist für viele ein absolutes No-Go. Und doch sieht man immer wieder mal hier und dort einen Undercut. So ein paar Dreadlocks weniger an den Seiten und im Nacken kann schon den grössten Hitzestau verhindern. Dabei muss ein Undercut nicht gleich 2mm kurzes Haar bedeuten. Das mag ja nun auch nicht jeder leiden. Mit wuscheligen 4-5cm wie im Bild oben, sieht das Ganze ebenfalls total schön aus und hat den selben Effekt: Kühlung.

Die Dreadlocks, die Du für den Sommer opfern möchtest, kannst Du ab der gewünschten Länge abschneiden und aufheben. Dann kämmst Du die bleibenden Haare vorsichtig auf und schneidest sie auf der gewünschten Länge ab. Da die Haare am Ansatz noch nicht so alt und reif sind, wie die Haare in den Dreadlängen und -spitzen, funktioniert das Aufkämmen meist sehr gut. Du kannst damit aber auch zu mir kommen – ich helfe Dir gerne!

Schon ist der Summerstyle fertig!

Unbemerkt am Arbeitsplatz

Willst Du trotzdem unauffällig am Arbeitsplatz auftreten und Deinem Chef nicht gleich den frechen Undercut präsentieren, dann kannst Du einfach mit den oberen Dreads einen Zopf über die kurzen Haare an den Seiten machen: schon ist nichts mehr zu sehen. Vorallem wenn Du etwas Pony stehen lässt, der dann seitlich mit in den Zopf geht, funktioniert das grossartig. Im Bild oben siehst Du, wie die oberen Dreads auch offen getragen den Sidecut verstecken. Vielen wird so gar nicht auffallen, dass Du etwas verändert hast.

Für den Ausflug in die Sommerhitze ermöglichen Dir die kurzen Seitenhaare etwas mehr Frische. Bindest Du die Dreads alle hoch, hast Du die Seiten sogar wunderbar frei, kurz, wuschelig oder brav gekämmt – auf jeden Fall luftdurchlässig für möglichst viel Abkühlung.

Und wenn der Winter wieder kommt?

Daran wollen wir jetzt noch gar nicht denken – erstmal ist Sonnenbaden, Tanzen und Schwimmen an der Reihe. Aber wenn Du im Herbst Deine fehlenden Dreads dann doch wieder haben möchtest, dann lässt du die kurzen Undercut-Haare auf ca. 8-10 cm wachsen, dreadest sie und häkelst die abgeschnittenen Wurzeln kurzum wieder an. So hast Du Dein Winterfell zurück.
Dabei bin ich Dir natürlich ebenfalls gerne behilflich. Falls Du Deine eigenen Dreads nicht verwenden möchtest, versorge ich Dich auch mit passenden Dreadextensions.

Doch zum Glück ist der Winter noch fern!

Nun wünsche ich allen Dreadheads – ob mit oder ohne Undercut – erstmal einen herrlichen Sommer mit vielen schönen Aktivitäten!